Hallo,
ich glaube ja, er wurde gemacht. Das war bei der Kinderärztin und muss bei der U8 gewesen sein. Sie sollte ein Männchen zeichnen, so gut sie kann. Sie zeichnete auf einen kleinen Zettel. Für mein Dafürhalten nicht mal besonders gut.
Die Kinderärztin nahm den Zettel, schob ab und meinte, sie müsse das mal auswerten, verschwand im Nebenzimmer. Sie kam zurück und war hellauf begeistert. Das Männchen muss wohl klasse gewesen sein und auf ein total fittes Kind hingewiesen haben. Sie erzählte bei der nächsten U wieder von dem Männchenmalen.
Allerdings blieb jegliche weitere Beratung aus. Der Schluss war nur, alles ok mit dem Kind.
Ich glaube, das ist noch mal was anderes. Beim Mann-Zeichen-Test nach Ziler wird kein "Männchen" gezeichnet, sondern ein Mann. Es gibt einen ZEM-Test (Zeichne einen Menschen) nach den Erkenntnissen von Kopitz. Der ZEM-Test wird auch als Persönlichkeitstest und Entwicklungsindikator herangezogen (wie eigentlich alle Tests die mit Zeichnungen arbeiten, z. B. Baum-Test, oder Familie als Tiere darstellen, etc.). Ganz anders der MZT nach Ziler. Der ist eigentlich ein reines Intelligenzdiagnostikum und wird in einem Quotienten ausgedrückt, der zwar mit dem IQ korreliert, aber keine konkrete Aussage über den IQ-Wert liefert.
Genaueres kann man hier nachlesen:
https://pub.uni-bielefeld.de/luur/download?func=downloadFile&recordOId=2306239&fileOId=2306242@Zweiflerin,
ganz so selten wird dieser Test nicht angewendet, er ist aber für sich alleine genommen einfach nicht aussagekräftig genug, sondern dient eher "richtungsweisend". Ist der MZQ (Mann-Zeichen-Quotient} signifikant höher als der altersgemäße Durchschnitt , ca. 100 muss er in eine sogenannte "Testbatterie" eingebunden, das heißt das Ergebnis durch entsprechende altersgemäße IQ-Tests verifiziert werden. Gerade weil das aber bei einem Kind im Vorschul- bzw. Grundschulalter mitunter schwierig ist, wird zunächst der MZT herangezogen um eine Orientierung zu bekommen.
Was mich eigentlich interessiert und worüber ich nirgendwo im Web etwas dazu finden kann, ist: wie bewerte ich einen MZQ von 169 bei einem anschließend ermittelten IQ von ca. 125 bis 135? Im Web finde ich als "signifikant erhöhten MZQ" nur einen Wert von maximal 133 (Tabellen gehen bis 140). Außerdem klingt mir noch nach, dass der durchführende Kinderpsychiater sagte, er hätte so einen Wert in seiner Praxis noch nicht gehabt. Passt aber irgendwie nicht zum IQ.
Das alles liegt zwar bereits 4 Jahre zurück, da ich mich aber gerade um einen Termin im Kinderzentrum bemühe, fiel mir das eben wieder in die Hände. Es wäre ganz interessant gewesen, die ein oder andere Test-Erfahrung, auch hinsichtlich der Korrelation zwischen MZQ und IQ zu lesen.
LG
IchbinIch