Liebe zweiflerin,
zuerst mal: 4er sind nun wirklich kein Beinbruch!
Und die Umstellung kann wirklich länger dauern; uns hat man dazu gesagt, dass die meisten Kinder erst zum Ende des HJ so richtig ankommen, bei einigen dauert es noch länger. Es gilt, seinen Platz in der Klasse zu finden, auch wenn ein Kind mit Freunden auf die Schule gewechselt ist, die "Karten" werden neu gemischt, dein Sohn muss die einzelnen Lehrer kennen und auch einschätzen lernen (was will der nun von mir).
Fühlt er sich wohl auf der Schule und in der Klasse?
Von Faulheit würde ich jetzt nicht ausgehen. Vielleicht schätzt er Manches noch falsch ein; Vokabeln lernen sich nun nicht mehr im Vorbeigehen, dazu sind es meist zu viele. Ob der Schüler im Unterricht aufpasst oder nicht wird nun doch spürbar; in der GS funktionieren gute Noten meist auch noch im Halbschlaf.
Leidet dein Sohn unter den Noten, findet er sie schlimm, hat er bessere erwartet?
Ganz wichtig: Kind trösten und in einem ruhigen Moment drüber reden: woran liegt's? Möglicherweis weiss er, was die Ursache ist.Vielleicht hat er die Fragestellung nicht verstanden, ihm war nicht klar, worauf der Lehrer hinaus wollte, hat er die Frage nicht zu Ende gelesen.....
Rede mit den Lehrern, finde raus, ob er sich am Unterricht beteiligt.
Auch Lernstrategien müssen erst erlernt werden, gerade für die Fremdsprachen. Das braucht Zeit.
Da hat bei uns das "Vokabelmonster" geholfen (wir haben das Klabauterkind regelmäßig abgefragt, inzwischen klappt das immer besser alleine und das Abfragen wird weniger). Anfangs dachte ich, meine Art, Vokablen zu lernen müsste auch für das Klabauterkind die Richtige sein, die lernt aber ganz anders, habt ihr da schon verschiedenes ausprobiert?
Was macht er, wenn die Anweisung kommt: lies im Buch Seite X, liest er dann so, dass er den Inhalt erfaßt hat und wiedergeben kann, oder "huschelt" er mal so drüber? In der GS hat das gereicht bzw. wahrscheinlich nicht mal stattgefunden.
Wie geht er damit um, wenn er mal nicht gleich auf Anhieb weiss, was zu antworten ist bzw. was die Lösung ist? Bei Klabauterkind kommt dann gerne "kann ich nicht, mach ich nicht" dabei müsste sie halt nur ein bisserl nachdenken, aber auch das wird besser.
Ehrlich, lass ihm noch Zeit, vielleicht braucht er halt jetzt schon Lernstrategien, die er nocht hat. Versucht, in den Fremdsprachen keine wirklichen Lücken entstehen zu lassen (die sind lästig aufzuholen) und alles Andere ist wirklich nicht schlimm, das wird bestimmt!
Ganz liebe Grüße
Klabauerfrau