Autor Thema: Was sollen wir nur tun? Thema Hochbegabung/Schlafstörung Verd. auf ADHS  (Gelesen 1346 mal)

Offline Anekdote

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Hallo Nylia,

ich habe mir schon fast gedacht, dass Du das Buch meinst. Doch bitte sei vorsichtig damit. Kinder sind verschieden. Man kann sie nicht in eine Schablone pressen. Was vielen Kindern (oder vlt. besser deren Eltern) im Buch geholfen hat, muss nicht für Euch segensbringend sein.

Wir hatten das Schlafproblem auch und hatten gehofft, das Buch würde uns weiter helfen. Ich habe es ganz schnell wieder abgeschafft. Ich war nicht bereit, meinem Kind Gewalt anzutun.

Das mit dem Metronom geht meines Erachtens nach auch ganz in diese Richtung. Das mit der Herzfrequenz ist für meine Begriffe völliger Käse. Wie willst Du das denn hinkriegen? Das synchron einzustellen ist fast unmöglich.

Sei bitte vorsichtig mit solchen Maßnahmen. Das mit den Ein- und Durchschlafproblemen kennen viele Eltern und gerade solche mit hochintelligenten Kindern.

Die Frage ist auch, wer hat das Schlafproblem? Ist er es, leidet er oder leidest Du mehr darunter? Das sind zwei verschiedene Schuhe. Im zweiten Falle würde ich eher raten, dass Du versuchst Dir Pausen zu gönnen.

Wir hatten erst Ruhe mit dem Schlafproblem, als wir sie mit eineinhalb oder zwei Jahren einfach haben machen lassen. Andere Kinder sind gegen acht ins Bett und schliefen, unsere hat angefangen in Ruhe den Tag ausklingen zu lassen, sich Bücher angeschaut, gezeichnet, Musik gehört, Fragen gestellt, erzählt. Irgendwann zwischen halb zehn und halb elf in der Nacht schlief sie dann und es fehlte ihr nichts.

Vlt. liest Du mal den Artikel dazu. Ich finde ihn ganz treffend.
http://www.rabeneltern.org/index.php/schlafen/wissenswertes/150-hauptkritikpunkte-am-bestseller-qjedes-kind-kann-schlafen-lernenq-und-dem-sogenannten-qferbernq

"Individuelle Förderung, alle sagten bei uns geht das nicht. Dann kam einer, der das nicht wusste und machte es einfach. " nach Begabungspädagogin Petra Esser

Offline Nylia85

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Hi, nein diese "ich schaff mein Kind ins Bett und da soll es auch bleiben"-Methode von dem
"Jedes Kind kann schlafen lernen" -Buch wende ich nicht an! Ohweh, das habt ihr falsch verstanden!
Soviel Nerven hätt ich gar nicht, ihn so schreien zu lassen!! Das Buch lese ich paralell, ein paar Hilfreiche
Ratschläge gibt es da ja.

Das Buch was ich meinte ist dieses hier:
Einschlafen - (k)ein Kinderspiel. Die Schlafstörungen Ihres Kindes verstehen und lösen

Mit dem Metronom war nur so eine Leitidee um es einfach mal auszuprobieren ob er darauf reagiert.
Aber ich habe heute meine Hebamme auf dem Weihnachtsmarkt getroffen und die meinte, eine tickende
Uhr würde auch auf manche Kinder beruhigend wirken. Das mit dem Metronom wäre Quatsch.

Ja die Frage, wer hat nun das Problem, haben wir uns gestern ausführlich gestellt.
Ich  meine, ja er leidet tagsüber wenn die Nacht sehr schlimm war. Er ist ja dann selber total
fertig und müde. Aber im allgemeinen, merkt er ja nicht mal, dass er da ein "Problem" hat.
Für ihn ist es ja normal und er ist trotzdem glücklich.

UNS schlauchen die Nächte, WIR sind zeitweise genervt und WIR müssen verstehen, wie er
sich fühlt, warum er so schläft und ich denke nur wenn WIR akzeptieren und verstehen,
wie er ist, wie er den Schlaf braucht dann hat auch er mehr Sicherheit.

Unser Sohnemann  hat heute Nacht bei Oma (1 Stock drüber, wir wohnen im gemeinsamen Haus)
geschlafen und wir haben die Zeit genutzt um uns ausführlich darüber zu unterhalten.

Und wir sind beide zu dem Schluss gekommen, dass wir jetzt das Schlaflabor machen, die Mandeln und die Luft (wegen dem Asthma)  untersuchen lassen
nur um 100% sicher gehen zu können, das organisch wirklich alles in Ordnung ist.
Ansonsten lassen wir ihn jetzt in Ruhe.
Wir haben das Schlafthema täglich im Gespräch mit ihm gemacht und ihn
damit wohl auch  (ungewollt) unter Druck gesetzt. Was für uns als Ansporn
aussah, war für ihn mehr Druckmittel. :(

Ich ärgere mich über mich selbst, dass ich aus seinem Schlafverhalten, was für UNS ein Problem ist
SEIN Problem gemacht habe. Es ist halt wirklich kräfteraubend wenn man jede Nacht durchmacht. Man fühlt sich allein und fragt sich, ob das so normal sein kann.
Von aussen hört man immer wieder, mensch, mein Kind schläft, alle Kinder schlafen. Aber jetzt, wo ich mal eindringlicher nachgefragt und mich durch einige Foren gelesen habe,
ist das Schlafverhalten durchaus kein Einzelfall. Momentan sehen wir das Schlafverhalten komischerweise mit völlig anderem Augenmerk.
Ich denke, viele Gespräche mit Ärzten, Psychologen, Freunden (danke Meph! :-*) und Forumsgespräche haben uns zum Nachdenken gebracht.
Ich will ja nur, dass es meinem Zwerg gut geht und er glücklich ist. :(

Deinen Link schau ich mir gleich mal an!

Offline Grisu

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Hallo Nylia,

dein Zwerg macht mit knapp 4 Mittagsschlaf? Regelmäßig?

Bei meiner Motte hab ich den mit gerade 3 Jahren ersatzlos gestrichen, weil die junge Dame dann erst gegen Mitternacht wieder ins Bett gegangen ist.

Hast du mal versucht, ihn tagsüber nicht mehr den verpassten Nachtschlaf nachholen zu lassen? Ich gehe mal nicht davon aus, dass es sofortige Besserung bringt, zwei bis drei harte Wochen werdet ihr schon haben, aber vielleicht kann er danach dann länger nachts schlafen (wirklich zuverlässig unterbrechungsfrei hat meine Große erst mit knapp 5 geschlafen) ...

lg
Ich will Feuerwehrmann werden

Offline Schildkröte

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Hallo,

Mittagsschlaf auch mit Anfang 2 bei Beiden abgeschafft.

Auch das ganze  Jahr vorher fand Mausi immer ganz nett, so eine Stunde im Bett für sich alleine Unterhalten und mit den Teddys spielen.

Der Große wollte nicht mehr und gut wars.

Der Große schlief 2 Jahre im gleichen Zimmer und Mausi nach 4 Wochen allein. Das eine Kind schläft heute gerne bei uns, das andere nicht......

Ich denke auch, dann spielen sie eben allein bis Mitternacht.

Wichtig ist gerade bei unseren Kindern auch zu beachten, was will dieses Kind, was ist für das Kind gut. Gegen den Willen unserer Kinder ist immer schwer.

Ich würde schwimmen gehen, das Kind um 6 Uhr wecken, viel Sport.....

Bis heute lassen wir unsere Kinder nur gaaanz selten "ausschlafen". Um 8 Uhr geht es raus aus den Federn, sonst schlafen die niiieee ein.
« Letzte Änderung: Dezember 23, 2011, 15:07:02 von Schildkröte »

Offline Anekdote

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Hi,

ich hätte nie freiwillig mit zwei Jahren den Mittagsschlaf   abgeschafft,   es wurde mir auch von Bekannten, die unser abendliches   Schlafproblem kannten, geraten. Doch diese Pause mittags brauchte auch   ich.

Wir hatten ja auch dieses Schlafproblem. Wir haben es immernoch. Jetzt in den Ferien ist es ein besonderer Kampf.

Meine   hat mit vier auch noch mittags geschlafen. Im Kindergarten schaffen die   das Schlafen ab vier wieder ab. Ich kann gar nicht sagen wie bescheuert   ich das finde. Ein Kind das nicht schlafen kann, keine Frage. Doch bei   allen Kindern das Schlafen abzugewöhnen finde ich fehl am Platze.

Wenn   meine mal mittags nicht zum schlafen kam, wegen irgendwelcher Termine   z. B., dann ist sie mir einfach nachmittags eingepennt, plötzlich beim   Spielen eingeschlafen oder im Auto unterwegs. Na und das war dann die   wahre Freude.

Mit Umzug also so ca. mit 4.3 im neuen   Kindergarten konnte sie nicht mehr schlafen. Es ging dann, spielte sich   ein. Ich bin jedoch der Meinung, den Schlaf mittags braucht ein Kind   einfach. Sogar Erwachsene sollten sich diese Auszeit nehmen. Überall nur   noch dieses Gehetze.

Wir haben bei uns damals und auch noch bei   meiner Großen sogar in der Schule, in der ersten Klasse noch geschlafen.   Jedenfalls die Kinder, die im Hort blieben.

Und ich glaube, stellenweise ist das heute noch üblich. Ich bin eindeutig dafür.

LG


« Letzte Änderung: Dezember 23, 2011, 17:56:33 von Anekdote »
"Individuelle Förderung, alle sagten bei uns geht das nicht. Dann kam einer, der das nicht wusste und machte es einfach. " nach Begabungspädagogin Petra Esser

Offline Schildkröte

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Hey,

wenn das Kind es braucht, finde ich es auch gut.

Wie geschrieben, Mausi verbrachte Mittags die Stunde oder auch zwei spielend im Bett. Allein und jeder hatte seine Ruhe.

Man muß es eben ausprobieren.



Offline Anekdote

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Spielen im Bett und jeder hat seine Ruhe, klingt wunderbar.  :)
"Individuelle Förderung, alle sagten bei uns geht das nicht. Dann kam einer, der das nicht wusste und machte es einfach. " nach Begabungspädagogin Petra Esser

Offline Schildkröte

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Hallo,

es gibt halt ein Alter, wo man froh ist über jede freie STunde.

Später geht das ja besser.  Hoffe ich.

 ;)

Offline Nylia85

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Hi Grisu. Ja er macht ihn fast regelmäißg mit ein paar (wenigen) Ausnahmen.
Und ich kann dazu sagen, dass er ihn braucht. Und zwar dringend.
Wenn er nach dem Kindergarten beim Essen schon einschläft und total kaputt ist
und freiwillig ums Bett bittet werde ich ihn garantiert nicht bis Abends quälen.
Der Kinderartz meinte auch, dass grad in unsrer Situation der M.-Schlaf sehr wichtig sei.
Wir haben in der Vergangenheit einige Versuche gestartet den M.-Schlaf wegzulassen,
aber das machte die Nächte noch schlimmer weil er absolut übermüdet war.

Schildkröte: Du sagst so einfach, "ich würde schwimmen gehen, Kind wecken usw."
Weisst du was? Sohnemann steht um 5:30 auf, von allein. Wir haben ab da bis 7:30 schon Bastelprogramm
Dann gehts in den Kindergarten. Danach Essen/Mittagschlaf. Dann geht es raus oder ins Turnen, oder ins SChwimmen, oder
wir gehen zu seinen Kinderfreunden, oder sie kommen her.

Es ist nunmal nicht immer so einfach. Wenn solche Sachen wie einfach viel Bewegen helfen würden,
hätten wir das Problem schon lange gelöst! (nicht böse gemeint!)


...Aber um mal was erfreuliches schreiben zu können: er hat erneut durchgeschlafen, ohne Medis. Von 21  Uhr bis 5 Uhr morgens.
Dank HeiligAbend-Bescherungs-Chaos  :P Also wie wir sehen, er KANN es auch. Er / wir bekommen wohl halt einfach die Kurve nicht wirklich. Und den Grund müssen wir herausfinden.

Montessori hat sich gemeldet und mir mitgeteilt das wir uns nach den Ferien ausführlich unterhalten können.
Schlaflabortermin ist auch im Januar. LuFu ist ja auch noch im Januar (ohwe das hätt ich beinahe vergessen  ??? )
Spätestens Ende Januar wissen wir dann zu 100% ob organisch alles in Ordnung ist oder nicht. Das ist dann wenigstens schon mal beruhigend.
Dann denke ich können wir das "Schlafthema" richtig anpacken. Nutzt ja nichts wenn wir ihn noch mehr unter Druck setzen (ungewollt) und er kann nichts dafür weil vllt doch was ist.

Mein Bubbel ist halt was besonders  :-* Und ich liebe ihn dafür! Egal wie anstrengend es für uns ist, er ist das alles wert  :-* :-* :-*