Hallo Schildkröte,
ja, das ist wohl nicht so einfach - jetzt am Ende der Ersten müssen sie natürlich auch gelernt haben, mit den Konsequenzen ihrer Handlungen klarzukommen. (Obwohl "verprügeln" sich sehr hart anhört und es bestimmt eher ein "Kloppe kriegen" war, wie wir es hier so schön nennen.)
Ich hatte auch das Gefühl, dass gerade in der ersten Zeit in der Schule eine Zwiespältige Einstellung bei den Lehrern bestanden hat. Einerseits wurde noch genauer hingeschaut und hervorgehoben, was meine Maus (März/04) noch nicht so gut konnte, wie ihre Mitschüler. (Und bei den meisten Dingen war sie ihnen voraus)
Andererseits versuchte die Lehrerin sie zu beschützen und sagte oft, sie sei ja noch so klein... und man würde merken, dass sie erst 5 sei...
Klar, war sie ja auch! Es hat eine Weile gedauert, bis die Lehrer wirklich von der Richtigkeit der Entscheidung, sie früh einschulen zu lassen, überzeugt waren. Sie ist noch immer eine der Besten im Lesen, und hat im gesamten Zeugnis tolle Bewertungen bekommen.
Rundherum eine super Leistung auch im Arbeits- und Sozialverhalten, die den Erwartungen in vollem Umfang entsprechen!
Da sie zwar zierlich aber recht groß ist, hat sie auch sportlich gut dagestanden.
Also eine echte Bestätigung für ihre Einschulung!
Ich finde, man muss in sich rein hören, wenn man vor dieser Entscheidung steht. Jeder sollte sein Kind beobachten und versuchen herauszufinden, wie es ihm wirklich im Kindergarten geht!
Unsere hat sich nicht von dem Gedanken, schon zur Schule zu gehen, abbringen lassen. Es ging ihr ja nicht wirklich schlecht im KiGa - sie hatte ihre allerbeste Freundin dort (die NICHT mit zur Schule ging) wirklich nette Erzieherinnen und hat sich mit allen verstanden.
Aber es hat ihr nicht gereicht und sie war nicht ausgelastet.
Zu Hause war sie besonders zickig und anstrengend, weil sie immer beschäftigt werden wollte.
Sie war also nicht nur ein KANN-Kind , sondern auch ein WILL-Kind.
Vielleicht hilft das Koriander ja bei einer Entscheidungsfindung weiter.
Nur nicht von "Guten Ratschlägen" durcheinander bringen lassen (geht ganz schnell).
Aussagen wie " Lass das Kind doch noch ein Jahr spielen" oder "Klau ihm doch nicht die Kindheit" haben nur ihre Berechtigung, wenn das Kind glücklich, ausgeglichen und zufrieden im KiGa ist.
Manche Kinder sind eben glücklicher, wenn sie was lernen dürfen.
So, sorry für den langen Text – ich hatte heute mal Zeit!

Liebe Grüße,
hero