Autor Thema: Könnte es sein, dass ich hochbegabt bin?  (Gelesen 4909 mal)

justwtch03

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Re: Könnte es sein, dass ich hochbegabt bin?
« Antwort #15 am: Oktober 10, 2015, 19:58:38 Nachmittag »
Ja, das ist ein guter Anfang für ein Gespräch, denke ich. Ich habe aber ein bisschen Angst vor der Antwort, sollten Sie mir das nämlich nicht erzählt haben, bräuchte es, meiner Ansicht nach, eine gute Erklärung >:( .

Offline Anekdote

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Re: Könnte es sein, dass ich hochbegabt bin?
« Antwort #16 am: Oktober 10, 2015, 21:13:34 Nachmittag »
Was denn für eine Erklärung? ;)



Wie gesagt, deine Eltern wissen sehr wahrscheinlich, dass du sehr clever bist. Ein Früheinschulung macht man nicht mal so eben ohne Not. Vor allem muss man sich als Eltern meist auch bei Bekannten, Freunden und der Familie ziemlich dafür rechtfertigen. Man bekommt mitunter ziemlich Gegenwind, wenn man ein Kind ein volles Jahr eher einschult, weil viele das überhaupt nicht verstehen können.

Doch wenn sie nicht wissen, wie es dir geht, können sie dir nicht helfen. Besser du sagst es ihnen, bevor du noch Bauchschmerzen oder Kopfschmerzen o. ä. bekommst, weil es dir nicht gut geht in der Schule.


Du kannst dich auch in der Schule an einen Beratungs- oder Vertrauenslehrer wenden und sagen, was du uns hier erzählst. Sie werden dann das Gespräch mit deinen Eltern suchen.

Liebe Grüße
Anekdote


Leben ist das was passiert, während du damit beschäftigt bist, andere Pläne zu machen. - John Lennon

Kay

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Re: Könnte es sein, dass ich hochbegabt bin?
« Antwort #17 am: Oktober 26, 2015, 12:44:21 Nachmittag »
Ich hatte einen IQ Wert von 136 in der 4 Klasse (wobei meine Sozialkompetenz und mein schlechtes Gehör das Ganze einige Punkte nach unten schoben - in den anderen Unterkategorien hatte ich wohl weitaus mehr Punkte).
In der Grundschule wurde ich auch noch von meiner Lehrerin gefördert (sollte auch 1-2 Klassen überspringen).
Ich habe mich in deinem Text in vielen Dingen wiedererkannt.
Leider wird die Schule selbst nicht besser (also bei mir zumindest - sorry, dass ich deine Hoffnung zerstöre). Im Gegenteil, bei mir z.B. ich musste nie lernen und habe auch für die Schule das nicht gemacht, nur die Hausaufgaben. Ich bereue das. Aber es war langweilig und lernen machte keinen Spaß. Heute habe ich ein 3,0 Abi - ohne lernen. Ich habe nie gelernt zu lernen. Ich hätte mit Leichtigkeit ein 1, Abi haben können, wenn ich gelernt hätte zu lernen. Denn im Unterricht aufpassen und lernen sind zweierlei.

Ich würde auf jeden Fall mit meinen Eltern reden, diesen IQ-Test machen und versuchen in die Hochbegabtenklasse zu kommen.
Du musst dir nur im Klaren sein, dass das Arbeit bedeutet. Wenn man das nicht gewohnt ist, ist das schwierig.

Du kannst ja vielleicht mal mit deinen Lehrern reden und extra Aufgaben bekommen, also schwierigeres oder eben Vertiefende Aufgaben. Wenn die nichts machen, kannst du auch Vertiefendes selbst erarbeiten.
Ich habe z.B. in Matheunterricht im Mathebuch die kommenden Aufgaben gemacht (als der Lehrer die Grundlagen noch erklärte), dann hatte ich halt am Ende des Themas alle Aufgaben gemacht und die anderen nur ein paar, später habe ich dann währenddessen Mitschülern erklärt, was der Lehrer von uns wollte (in einer kleinen Gruppe). Die haben das auch immer besser Verstanden und sind dann auch in Mathe besser geworden.

Versuche nur am Lernen zu bleiben und tue mehr, als die Schule verlangt. Du wirst es bereuen, wenn dein Gehirn immer nur schläft.


Lg
Kay

Offline Anekdote

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Re: Könnte es sein, dass ich hochbegabt bin?
« Antwort #18 am: Oktober 26, 2015, 15:45:40 Nachmittag »
Versuche nur am Lernen zu bleiben und tue mehr, als die Schule verlangt. Du wirst es bereuen, wenn dein Gehirn immer nur schläft.


Lg
Kay

Da kann ich dir nur zustimmen. Es ist ganz schwierig aus einer solchen Lernhaltung wieder heraus zu kommen.
Der , der das schafft, nach jahrelangem Leiden und Minderleistung, hat höchsten Respekt verdient.
Liebe Grüße
Anekdote


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justwtch03

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Re: Könnte es sein, dass ich hochbegabt bin?
« Antwort #19 am: Oktober 27, 2015, 19:33:35 Nachmittag »
Hey,

also mit Lernen habe ich eigentlich keine Probleme. Vokabeln etc. kann ich mir zwar sehr schnell merken, aber man hat doch auch Möglichkeiten außerhalb der Schule etwas zu lernen, nicht wahr ;). Wenn ich mir z.B irgendetwas in Mathe, was wir im Unterricht noch  nicht gemacht haben, zuhause ansehe, muss ich das ja auch lernen oder habe ich da jetzt irgendetwas falsch verstanden und ihr wolltet auf etwas ganz anderes hinaus? Ich glaube auf jeden Fall, dass man sich Lernen auch sehr gut außerhalb der Schule beibringen kann. Klar, auf die Dauer verknüpft man einige Fächer in der Schule eben mit Langeweile, aber ja nicht mit Schule im allgemeinen.

Dass die Hochbegabtenklasse ein deutlich höheres Arbeitspensum darstellen würde, ist mir bewusst. Aber genau das möchte ich ja eigentlich. Ja, ich weiß. Noten werden schlechter etc. Aber solange ich da nicht sehr gestresst bin, würde ich mich trotzdem lieber mehr anstrengen, als mich im Unterricht zu langweilen  (wo wir schon wieder beim Lernen lernen wären, den spätestens in der Hochbegabtenklasse würde sich ja zeigen, ob ich das jemals richtig gelernt habe :))

 

Offline Anekdote

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Re: Könnte es sein, dass ich hochbegabt bin?
« Antwort #20 am: Oktober 27, 2015, 20:07:14 Nachmittag »
Hi,
ich denke Kay wollte einfach nur darauf hinweisen, dass du nicht anfangen sollst, aus Unterforderung alles schleifen zu lassen. Ich weiß allerdings nicht, ob man wirklich bewusst was gegen Abschalten und Langeweile tun kann, wenn einen der Unterrichtsstoff wirklich nervt. Das ist sicher sehr schwierig ;).

Hast du schon was erreichen können? Ein paar Wochen sind vergangen.
Liebe Grüße
Anekdote


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Kay

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Re: Könnte es sein, dass ich hochbegabt bin?
« Antwort #21 am: Oktober 29, 2015, 21:58:59 Nachmittag »
Genau das meinte ich.
Aber auch, dass es nicht leicht sein wird, sein eigenes Verhalten zu ändern.
Meine Mutter hat 1 oder 2 Klassen übersprungen und da hatte sie das Gefühl ''ich bin so gut, ich kann das'' und hat ihr Verhalten nicht geändert (nicht mehr als sonst für die Schule gelernt) und plötzlich merkte sie, ''oh, ich habe irgendwie was verpasst'' (der Stoff von der übersprungenen Klasse hat sie ja nicht gelernt und auch nicht nachgeholt) - am Ende durfte sie nochmal ne Klasse wiederholen.

Also, wenn du eventuell eine Klasse überspringen willst, solltest du den Stoff der zu überspringenden Klasse im Vorfeld lernen, damit keine Lücken entstehen (ich hatte wegen einem Schulwechsel auch mal ne Lücke und habe ca. 5 Jahre gebraucht um das auszugleichen, weil ich fast nichts dagegen getan habe).
Also, besser wäre gewesen, ich hätte vorher gelernt, was ich in der neuen Schule gebraucht hätte.
Vielleicht kannst du auch mal bei der Hochbegabten Klasse den Stoff erfragen und schauen, ob du da Lücken hast.

Lg