Autor Thema: HB - ja oder nein - Testergebnis am 27.01.2016  (Gelesen 7991 mal)

Janinchen1980

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HB - ja oder nein - Testergebnis am 27.01.2016
« am: Januar 21, 2016, 16:57:01 Nachmittag »
Hallo,

ich bin heute auf euer Forum gestoßen und möchte dieses nutzen, um mir mal meinen Frust von der Seele zu schreiben.

Mein Sohn ist 8 Jahre alt und besucht die 3. Klasse. Er ist seit der 1. Klasse in einer Ganztagsklasse. In der 1. und 2. Klasse hat dies super funktioniert. Er hatte 2 ganz tolle Lehrerinnen, die sich wirklich extrem Mühe gegeben haben, auf jedes Kind einzeln einzugehen, welches mal ein wenig "aus der Reihe tanzt". Bei meinem Sohn hat sich das "aus der Reihe tanzen" so gestaltet, dass er sich nicht immer auf den Unterricht konzentriert hat - speziell was Mathe anbelangt. HSU hingegen war er immer vorne dran und hat laut Lehrerin ganz tolle Fragen gestellt, die dazu führten ein Thema auch mal intensiver durchzunehmen, was sie total toll fand. Mathe hingegen war immer super, wenn was neues dran kam. Nach meheren Wiederholungen war Mathe jedoch langweilig und hat wieder keinen Spaß gemacht. Diese Langeweile ging einmal sogar so weit, dass er in der Probe gar nicht gerechnet hat, sondern einfach irgendwelche Zahlen als Ergebnis hingeschrieben hat. Originaler Wortlaut auf die Frage meinerseits, warum da solche Ergebnisse stehen: "Mama! Immerzu das Gleiche. Ich kann das doch. Ich hatte keine Lust schon wieder immerzu das Selbe zu rechnen! Deshalb hab ich irgendwelche Zahlen hingeschrieben!"

Nunja.. Wie gesagt: Die Lehrerinnen wusste, wie sie ihn zu nehmen hatten und haben ihm sehr gut erklärt, was geht udn was nicht geht und aufgrund ihrer sehr guten Erklärungen hat er dies auch akzeptiert und sich Mühe gegeben, weniger zu Kippeln oder im Unterricht zu singen, wenn ihm langweilig war. Sie haben eher versucht, ihn aus der Langeweile zu reißen. Eben einfach wirklich ganz tolle Lehrerinnen..

Jetzt ist er in der 3. Klasse. Die Lehrerin ist ein Drache. Sie empfindet mein Kind als absoluten Störenfried und lässt ihn das täglich spüren. Ich wusste dies anfangs gar nicht. Mein Sohn erzählt leider oft erst Probleme, wenn er es kaum noch aushält, obwohl ich wirklich immer für ihn da bin. Warum auch immer, denkt er leider, dass er die Dinge alleine packt. Er hat zwar immer mal erwähnt, dass er die Lehrerin nicht mag, mehr leider nicht.

Seine Leistungen in Mathe sind rapide gesunken. Ich habe das Gespräch daraufhin gesucht. In diesem Gespräch wurde mir von der Lehrerin gesagt, dass mein Kind "arge Konzentrationsstörungen" habe und man ganz toll mit Medikamenten bei sowas arbeiten könnte... *schock*

Ich war natürlich voll vor den Kopf gestoßen, weil ich damit nicht gerechnet habe. Die Schule läuft bereits 6 Monate mit dieser Frau und meinem Kind und jetzt kommt sie mir damit in einem Gespräch, welches ICH ja gesucht habe... naja... Sie hat meinem Sohn dann ein Anmeldeformular für die Schulpsychologin mitgegeben *nochmal schock*

Ich habe mti unserem Kinderarzt über die Sache geredet. Er meinte, ich soll ihn aus der Ganztagsklasse rausnehmen. Des hätte keinen Wert. Hab ich versucht. Leider geht das wohl angeblich erst zur 4. Klasse und nicht unter dem Schuljahr. Aber hier sind def. noch nicht alle Hebel von mir in Bewegung gesetzt, welche ich aber auf jeden Fall noch bewegen werde. Es gab ein Telefonat mit dem Schulamt meinerseits. Hier wurde ich auch gut abgewimmelt.. Der Kinderarzt meinte, wir sollten uns prof. Hilfe außerhalb der Schule holen, die einen Konzentrations- und Intelligenztest mit meinem Sohn machen soll. Diesen Ratschlag hab ich angenommen. Der Test ist bereits gelaufen. Am 27.01. bekommen wir das Ergebnis.

Nun meinte eine Freundin von mir, dass sie die Vermutung habe, dass das Kind total unterfordert wäre. Er wäre so intelligent. Seine Leistungen entsprächen bei weitem nicht dem, was sie vermutet hätte.

Ich hab demnach mal ein wenig nachgelesen, um mich drauf vorzubereiten, wenn doch so ein Ergebnis der HB kommen würde. Ich gebe hier ganz klar zu, dass ich das NICHT MÖCHTE. Versteht mich nicht falsch.. aber ich hätte gern ein ganz normales Kind mit ganz normalen Problemen. Bei dem Gedanken an HB bekomm ich einfach mega Angst.

Ma kurz zu ihm und seiner Entwicklung:
- mit 9 Monaten gelaufen (nie gekrabbelt)
- mit 2 Jahren bei der U-Untersuchung: bereits vollständige Sätze sprechen können, wie wir (nie Babysprache gesprochen)
- mit 2 Jahren alle Farben gekonnt
- seit der Geburt habe ich das Gefühl, dass das Kind kaum Schlaf brauch
- viele ältere Freunde - aber auch viele Freunde in seinem Alter...
- sozial sehr sehr gut integriert. keine probleme sich in eine Gruppe einzugliedern. Allerdings sucht er sich ganz gezielt seine Mitmenschen aus, mit denen er zu tun haben möchte. Wer es einmal verschissen hat, hats verschissen. Er ist sehr sozial eingestellt. Spielt zum Beispiel total gerne mit einem 15jährigen Jungen mit Down-Syndrom aus unserem Bekanntenkreis.
- Wutanfälle hat er wie jedes normal Kind, allerdings ist es bei ihm so, dass er nur Sanktionen akzeptiert, die ihm zu hundert prozent erklärt werden.
- Dinge die ihn interessieren, frisst er regelrecht an Detailwissen und gibt dieses dann auch sehr exakt auf Nachfrage wieder. Er kann sich auch stundenlang konzentrieren, wenn ihn was interessiert.
- mit Wiederholungen kann er rein gar nichts anfangen. Zu viele Wiederholungen von Wiederholungen führen bei ihm teilweise sogar zur Verweigerung.
- was ihn nicht interessiert: damit befasst er sich einfach nicht.


Das war jetzt mal so, was mir alles dazu auf dem Herzen lag. Ich bin so gespannt auf das Ergebnis des Tests. Ich weiß nicht, welcher Test genau gemacht wurde, weil mein Mann mit ihm zu dem Termin war, da ich absolut nicht frei bekommen habe.

Ich kann den 27.01. kaum abwarten - allein deswegen, weil ich sooo Angst vor dem Ergebnis habe. Bei mir in der Familie gibt es zweimal HB. Ich selber wurde nie getestet. Ich will es auch gar nicht wissen.

Ich erwarte keine Antworten. Ich habe das Forum einfach mal genutzt, um mir meine Sorge von der Seele zu schreiben.

Es geht mir gerade mal wieder etwas besser. Danke fürs Zuhören :-)

LG
MamimitHerz


Offline regina fenk

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Re: HB - ja oder nein - Testergebnis am 27.01.2016
« Antwort #1 am: Januar 22, 2016, 07:14:17 Vormittag »
herzlich willkommen hier!
lass dir zur beruhigung gesagt sein: dein sohn bleibt dein sohn, egal ob im test nun herauskommt, dass es hochbegabt ist oder nicht. er bleibt das selbe kind. "leider" auch mit den selben schweirigkeiten - nur dass ihr diese schwierigkeiten besser versteht und daher eher lösen könnt. und auch euer kind besser versteht ;-).

die "schulkarriere" scheint recht typisch für hb kinder zu sein, schade, dass er die nette lehrerinnen nicht mehr hat - "der drache" wird wohl ein drache bleiben, mit oder ohne hb-testergebnis.

wieso hat der kinderarzt von der ganztagesklasse abgeraten? hätte dein sohn dann eine andere lehrerin? wie wäre es für deinen sohn, in eine andere klase zu wechseln?

lg
regina


Offline Anekdote

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Re: HB - ja oder nein - Testergebnis am 27.01.2016
« Antwort #2 am: Januar 22, 2016, 08:09:25 Vormittag »
Hallihallo,

herzlich willkommen hier.

Dein Sohn ist klar unterfordert. Dafür muss ein Kind allerdings nicht zwangsläufig hochbegabt sein. Nur wenn er es ist, bringt euch leugnen auch nicht weiter. Jedes Kind ist irgendwie besonders. Dann wäre deins eben besonders intelligent, zudem scheint er sehr sensibel, nimmt Rücksicht auf dich, erzählt dir erst Sorgen wenn es gar nicht mehr geht. Vlt hat er auch einen ganz speziellen Humor. Das wären so Seiten von deinem Kind. Die Begabung/Hochbegabung wäre ja nur ein Teil.

Also mach dir darüber weniger Gedanken. Das wird schon. :) Viele Hochbegabe gehen problemlos durch die Schule und sie haben das große Glück, dass sie einfach alle Chancen haben.

Wichtig wäre jetzt, dass ihr ihm gegen die Langeweile helft. Eurer Kinderarzt hat recht. Wenn es möglich ist, lass ihn nur bis Mittag zur Schule gehen. Der Ganztag in Grundschulen ist vor allem förderlich für Kinder, die etwas mehr lernen müssen als andere.

Bei uns wurde zum 3. Schuljahr meiner Tochter auch eine Ganztagsschule eingerichtet. Es war undenkbar, sie dort anzumelden, Freizeitangebote hin oder her. Sie hat sich sehr sehr gelangweilt in der Grundschule. Schau in die Papiere von der Schulanmeldung, schau ins Schulgesetz eures Landes. Lass dich nicht von so einer Aussage abfertigen. Wir haben jetzt bald das Halbjahr geschafft. Es muss doch noch möglich sein, so etwas zu ändern. Da würde ich mir alle Mühe geben.

Und vor allem. Lass dir nicht einreden, dass dein Sohn Medikamente braucht. Das hätte man sicher in den ersten beiden Jahren auch schon feststellen können. Gibt es eine Parallelklasse, wo er eine andere Lehrerin bekommen könnte? Gibt's ne andere Grundschule in der Nähe? - Dinge über die du nachdenken solltest.


Lass dir bitte genau sagen, welcher Test gemacht wurde, am besten lass dir eine schriftliche Auswertung geben. Im Prinzip hilft dir ein klares Ergebnis, eines das in Richtung HB geht, viel eher weiter. Weil dann habt ihr die Legitimation, dass man deinen Sohn nicht wie eine Nummer behandeln darf, sondern darauf achten muss, ihn individuell zu fördern. Das ist in jedem Schulgesetz verankert.

Habt ihr weitere Kinder?


Edit:
Nochmal wegen der Ganztagsschule. Schaff einfach klare Tatsachen. Mach kurzfristig ein Schreiben fertig, in dem du ihn ummeldest. Darauf müssen sie reagieren. Schule ist öffentlicher Dienst, mit mal nachfragen machen die nicht viel. Denen muss man was zu lesen geben. Euer Kinderarzt wird so nett sein, euch die Notwendigkeit dieser Maßnahme schriftlich zu begründen. Das Schreiben von der Psychologin wird nachgereicht, kann man schon vermerken. ;)
« Letzte Änderung: Januar 22, 2016, 08:33:18 Vormittag von Anekdote »
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Janinchen1980

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Re: HB - ja oder nein - Testergebnis am 27.01.2016
« Antwort #3 am: Januar 22, 2016, 09:56:55 Vormittag »
Hallo,

ach ganz lieben Dank für Eure Antworten :-)

Kurz zur Ganztagsklasse:
Wenn er in die Regelklasse wechseln würde, hätte er eine andere Lehrerin. Laut der Aussage meines Kindes ist es ihm sogar egal, in welche andere 3. Klasse er kommen würde. Hauptsache aus dieser Klasse raus.

Ich bin auch der vollen Überzeugung, dass ein Wechsel zum Halbjahr möglich ist und den werde ich mit dem Testergebnis durchsetzen. Sofern er ganz "normal" ist, werde ich in die Schule einrollen und darauf bestehen, dass er wechselt, da hier das Vertrauensverhältnis zwischen Schüler - Lehrer - Eltern total zerbrochen ist. Über ein Kind, welches keinerlei Auffälligkeiten in dem Test zeigt, zu behaupten, er hätte Medikamente nötig, sollte mir hier klar helfen. In diesem Fall würde ich natürlich alles schriftlich machen - habe auch schon alles vorbereitet, dass es schnell weg geht. Ebenso würde das Schulamt eine schriftliche Benachrichtigung mit Antrag auf Klassenwechsel erhalten.

Sollte bei dem Test rauskommen, dass er hb wäre (allein der Gedanke macht mich echt fertig - ich weiß selber nicht mal warum), würde ich auch in die Schule rollen. Dann darauf bestehen, dass er in der Ganztagsklasse komplett falsch aufgehoben ist und ein Wechsel im HJ von statten gehen sollte. Hier würde ich ja vielleicht auch eine schriftliche Stellungnahme der Kinderpsychologin bekommen.

Der Kinderarzt ist sofort der Meinung gewesen, dass die Schule für unseren Sohn eindeutig zu lange ist - ob hb, ob Konzentrationsstörungen oder nicht. Es ist das falsche System für ihn. Er brauch def mehr Freizeit. Ebenso stimmt das Verhältnis zur Lehrerin in keinster Weise. Zumal unser Sohn extrem auf Lautstärke reagiert. Er kann zwar selber schreien und quieksen und Geräusche vorbringen, die mir die Ohren platzen lassen. Das stört ihn nicht. Aber wenn etwas oder andere Menschen laut sind, ist er maßlos überfordert. Bei uns gibt es zum Beispiel jedes Jahr ein Volksfest. Vor unseren Kindern sind wir da IMMER hin. Mit unserem Sohn undenkbar. Letztes Jahr waren wir zum Eröffnungsfeuerwerk. Unserem Sohn ist aufgrund der Lautstärke dieses Festes so schlecht geworden, dass wir gehen mussten. Und wenn Menschen viel rumschreien, kann er nicht mit umgehen. Diese Lautstärke bringt ihn dazu, zu resegnieren und gar nicht mehr zuzuhören. Totale Reizüberflutung würde ich es beschreiben.

Wir haben noch eine 6-jährige Tochter, die ihm vom ersten Eindruck vom Intellekt in keinster Weise nachsteht. Wenn die zwei ihre Unterhaltungen führen, muss ich manchmal schon lachen.. "schau mal was ich für ein  individuelles haus gebaut hab" .. ihre Antwort: "wow, total komplex" ... hahaha... allerdings sehe ich sonst keine "Anzeichen" wie bei ihm. Sie schläft zum Beispiel extrem viel... Da gab es noch nie probleme. Auch war sie als Baby total easy.. fast, als wäre sie gar nicht da.. was bei ihr nur faszinierend war, dass sie sofort persönlichkeitsbezogen besprochen hat. Sowas habe ich noch nie von einem Kind gehört vorher. Wenn sie beispielsweise MIA heißen würde.. hat sie nie gesagt: Mia ihrs... gleiche "meine Puppe" und sofort "ich".. also: ich habe durst - nicht mia durst... Schultechnisch ist sie jetzt in der 1. Klasse und hat die gleichen Lehrerinnen wie mein Sohn. Was die Lehrerin allerdings im Lernstandsgespräch am Montag gesagt hat, dass auch sie in HSU ein so großes Wissen hat, dass es sie verblüfft. In Ihren Proben hat sie allerdings in HSU schlecht abgeschnitten. Wären es schon Noten, wären diese teilweise 4er. Gesamtbewertung hat sie allerdings trotzdem eine 1,5 bekommen, weil sie mit soooo viel Allgemeinwissen gepunktet hat.

Sozial ist sie wie er.. Sehr hilfsbereit, hilft gerne, kommt mit jedem klar.. so ne richtig kleine Mutti.. Alle beide haben noch nie ein anderes Kind geschlagen.. dafür dreschen sie untereinander aufeinander gut ein  ::) Geschwister halt ***

Sie sind übrigens beide Linkshänder.. hahaha... da muss immer jeder Lachen.. dass es halt beide sind :-)

Sofern natürlich bei unserem Sohn eine HB rauskommen sollte, werden wir bei der KP ansprechen, ob die Kurze auch getestet werden sollte.

Ja.. und ich weiß... mein Kind bleibt mein Kind.. und die Probleme bleiben. Man weiß sie nach dem Test besser anzupacken... Wenn ich das Ergebnis nur schon hätte ;-)

Seit 2 Tagen macht er in der Übzeit seine Sachen so langsam, dass er sie daheim fertig machen muss.. Es macht ihm einfach viel mehr Spaß die Sachen mit mir zusammen zu machen.. wird zeit, dass er aus der Klasse raus kommt. Er wünscht sich nichts mehr, als zu wechseln. Und dass, obwohl er einen soooo guten Stand bei seinen Mitschülern hat.

LG
Janine

Offline Anekdote

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Re: HB - ja oder nein - Testergebnis am 27.01.2016
« Antwort #4 am: Januar 22, 2016, 10:51:02 Vormittag »

Ich bin auch der vollen Überzeugung, dass ein Wechsel zum Halbjahr möglich ist und den werde ich mit dem Testergebnis durchsetzen. Sofern er ganz "normal" ist, werde ich in die Schule einrollen und darauf bestehen, dass er wechselt, da hier das Vertrauensverhältnis zwischen Schüler - Lehrer - Eltern total zerbrochen ist. Über ein Kind, welches keinerlei Auffälligkeiten in dem Test zeigt, zu behaupten, er hätte Medikamente nötig, sollte mir hier klar helfen. In diesem Fall würde ich natürlich alles schriftlich machen - habe auch schon alles vorbereitet, dass es schnell weg geht. Ebenso würde das Schulamt eine schriftliche Benachrichtigung mit Antrag auf Klassenwechsel erhalten.


Ihr seid bei der Schulpsychologin gewesen? Hat sie neben dem IQ-Test auch einen Konzentrationstest gemacht? Wenn nicht, kannst du mit dem Testergebnis kaum argumentieren, egal wie es ausgeht. Ein IQ-Test allein, reicht nicht aus um Rückschlüsse über ein ADHS zu schließen.


Doch ich finde es recht anmaßend von der Lehrerin. Wenn dem Jungen langweilig ist, dann muss man sich nicht über seine Reaktionen wundern. Das ist vollkommen normal. Dazu muss bei dem Kind kein ADHS vorliegen. Außerdem denke ich, ihr hättet ganz andere Probleme, wenn dem so wäre. Viele Kinder, die das haben, sind sehr impulsiv, neigen zu schlimmen Wutanfällen, reagieren extrem bei kleinen Änderungen, sind nur am Zappeln, bleiben nie lange an einer Sache und haben Probleme in der Schule. Es gibt zwar die Träumervariante, doch auch das würdet ihr merken. Irgendwie klingt deine Beschreibung bisher nur nach einem aufgeweckten, wissbegierigen Kind.


AD(H)S ist eine Ausschlussdiagnose. Sprich, man schließt mögliche andere Gründe für das Verhalten aus. Erst muss sie ihn angemessen beschäftigen, um erwarten zu können, dass sich sein Verhalten bessert. Tut sie das und tritt keine Besserung ein, muss man nochmal drüber nachdenken, ob hinter so einer Vermutung vlt doch mehr steckt.


Zu den Anzeichen von Hochbegabung: Thema Schlafen. Man liest viel, dass hochbegabte Kinder weniger schlafen. Doch empirisch nachgewiesen wurde das bisher nicht. Das heißt, es gibt durchaus auch Hochbegabte Vielschläfer. ;)


Sofern eine Hochgebabung rauskommt, kümmert euch und behaltet auch das Mädl gut im Auge. 





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Re: HB - ja oder nein - Testergebnis am 27.01.2016
« Antwort #5 am: Januar 22, 2016, 11:02:29 Vormittag »
Bei unserer Tochter schwebte auch mal die ADHS-Träumervariante im Raum. Die Vermutung kam von ihrer damaligen Lehrerin, die sich im HB-Bereich gut auskennt. Doch Lehrer scheinen da öfter irgendwie nicht objektiv oder mitunter betriebsblind. Und sie reagieren allergisch, wenn sie auf Unterforderung angesprochen werden. Es kann gar nicht sein, dass ihr Unterricht Kinder langweilt.

Ein Konzentrationstest, vor Kurzem gemacht, ergab schließlich einen Wert von 99%. D. h. nur höchstens ein Prozent ihrer Altersgruppe sind genausogut oder besser in ihrer Konzentrationsfähigkeit wie sie.  p) 


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« Letzte Änderung: Januar 22, 2016, 11:06:19 Vormittag von Anekdote »
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Re: HB - ja oder nein - Testergebnis am 27.01.2016
« Antwort #6 am: Januar 22, 2016, 12:25:46 Nachmittag »
Ah schön... Jetzt bin ich Mitglied :-)

Wir waren nicht bei der Schulpsychologin. Ich hatte ja unverhofft ein Anmeldebogen von selbiger bei meinem Sohn im Schulranzen. Ich habe dann bei ihr angerufen und habe sie kurz darum gebeten, sie vorab kennenlernen zu dürfen. Hier habe ich recht patzig als Antwort bekommen, dass dies nicht üblich sei, wo mein Problem wäre, sie würde meinem Kind schon nichts tun... Versteht mich nicht falsch. Es mag ja möglich sein, dass sowas ohne Eltern läuft.. Aber ich bin da recht sensibel bei sowas. Ich möchte doch bitte die Person wenigstens kurz mal gesehen haben, die sich auf psychologischer Sicht mit meinem Kind auseinander setzt. Ich meinte dann, dass ich an sich ja kein Problem hätte, mir ein Vorabgespräch zum Kennenlernen einfach wichtig wäre und ich denke, dass es auch für meinen Sohn schön wäre, sie vor den Tests schon mal gesehen zu haben. Daraufhin meinte sie, dass mein Sohn sie ja wohl sicher kennen würde, denn sie würde auch an unserer Schule unterrichten. Mit dem Namen könne er vielleicht nihts anfangen, jedoch hat er sie sicher schon gesehen. Sorry, aber da war das Thema bei mir gelaufen. Mein Kind is keine Maschine, an der man mal schaut, welcher Knopf ne neue Wartung brauch. Daher haben wir uns für eine unabhängige Kinderpsychologin entschieden. Die Dame hat auf meinen Mann einen sehr sehr netten Eindruck gemacht. Unser Kind fand sie total lieb. Und genau das sind meiner Meinung nach einfach Grundsätze die wichtig sind, dass ein Test angemessen verläuft. Zumal mein Sohn sich mit einem sehr guten Freund von scih unterhalten hat in der Schule. Dieser Junge ist 2 Jahre älter. War auch bei besagter Lehrerin in der Klasse. Musste dann auch zur Schulpsychologin. Und musste auch zeitweise eine Tablette nehmen, die seine Mama aber wieder abgesetzt hat. Nach diesem Gespräch mit seinem Freund hatte er regelrecht Angst vor dieser Frau.

Nee... eben... uns is in keinster Weise dieses ADHS daheim aufgefallen. Klar. Er is schon mit viel Energie behaftet. Aber nicht krankhaft. Ich schick ihn dann zum Fahrrad oder Skateboard fahren.. zum Auspowern. Er is ein Junge mit Bewegungsdrang. Er brauch Bewegung. Das bestätige ich. Er hat auch unendlich Energie. Ich sag immer, den bekommt man einfach nicht kaputt ;-) Aber impulsiv, Wutausbrüche oder dergleicvhen kann ich in keinster Weise bestätigen. Er ist dann auch gern mit seinem Papa im Keller. 2 Stunden. Baut sich sein Spielzeug dort selber aus Holz. Mit Leimen usw... Geht raus und schnitzt sich iwas stundenlang... Konzentration ist def. vorhanden.

Dieses Gespräch mit den Lehrerinnen wird def. auch nicht ohne Konsequenzen bleiben. Allerdings möchte ich erst schwarz auf weiß etwas in der Hand haben, um bzgl. diesen Äußerungen tätig werden zu können. Denn diese unsensible und gleichzeitig freche Art und Weise lass ich bezgl. meinem Kind keinesfalls durchgehen. Sollten widererwarten Konzentrationsstörungen vorliegen, werde ich damit argumentieren, dass ein Bleiben in der Klasse für ihn eine Zumutung wäre. Ein Kind mit Konzentrationsstörugen kann nicht bis 15.30 Uhr in der Schule sitzen..

Ich weiß halt leider gar nicht, was für ein Test gemacht wurde. Irgendeiner mit "k" am Anfang hat mein Mann gesagt. Mein Sohn meinte, des wäre der Intelligenztest gewesen...lol.. anscheinend hat er tiefgründig vorher wissen wollen, was jetzt mit ihm da gemacht wird... hahahahaha... ich hätt so gern Mäuschen gespielt...

Meinem Mann wurde gesagt, er solle nach ca 50 Minuten wieder komme. Möglich dass er dann noch 5 Minuten oder 10 Minuten warten müsste, bis unser Sohn fertig is. Er kam nach exakt 50 Minuten in die Praxis. Mein Sohn meinte, er warte bereits 20 Minuten... naja... ma schauen was da dabei raus kam... hahahahaha... husch husch... schnell fertig werden mit dem Mist wahrscheinlich...

Ich lass mir auf alle Fälle genau sagen, wie der Test heißt und ob er jetzt bzgl Konzentration oder Intelligenz gemacht wurde...

Offline sultana

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Re: HB - ja oder nein - Testergebnis am 27.01.2016
« Antwort #7 am: Januar 22, 2016, 12:42:31 Nachmittag »
Hallo, willkommen auch von mir
Wenn noch nötig eure Geschichte ist ein weiterer Beweis, dass die Lehrerin/Lehrer entscheidend ist.
ich würde mich auch grün und blau ärgern; du liest dich sehr kämpferisch  ;) schön für dein Kind !
Herzlich

Offline MamimitHerz

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Re: HB - ja oder nein - Testergebnis am 27.01.2016
« Antwort #8 am: Januar 22, 2016, 12:55:42 Nachmittag »
Danke :))))

Ja, für meine Kinder reiß ich Mauern ein :-)

Demnach kannst du dir vorstellen, wie heiß ich auf den Mittwoch bin, wenn ich endlich eine kleine Einschätzung bekomme, wie der Stand ist... Denn dann kann ich loslegen :-)

Und schön is dann, wenn kommt: "Mami, ich liebe dich! Du bist die beste Mami auf der ganzen Welt!" :-) Den Spruch werd ich def. im Februar von meinem Kind bekommen :-)

Offline Denkerin

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Re: HB - ja oder nein - Testergebnis am 27.01.2016
« Antwort #9 am: Januar 22, 2016, 13:36:38 Nachmittag »
Auch von mir ein freundliches Hallo.
Ich finde es toll, wie du hinterfragst und dir nicht alles widerspruchslos gefallen lässt.
Zu einer patzigen Schulpsychologin hätte ich mein Kind auch nicht schicken wollen.

Ich bin gespannt, was bei eurem Test rauskommt und ob es euch weiter hilft.

Liebe Grüße

Offline Anekdote

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Re: HB - ja oder nein - Testergebnis am 27.01.2016
« Antwort #10 am: Januar 22, 2016, 13:48:26 Nachmittag »

Achso war das mit der Schulpsychologin. Ja klar, das hast du vollkommen richtig gemacht. Diese Bitte hätte normalerweise für eine Psychologin kein Problem sein dürfen. Na für manche ist das eben nichts weiter als Beruf, für andere wiederum ist es Profession.


Der Test war dann wohl ein K-ABC. Für einen 8-Jährigen hätte ich gehofft, würde ein anderer genommen. Der K-ABC eignet sich noch für jüngere intelligente Kinder, aber für ältere, differenziert er in hohen Bereichen nicht mehr gut genug. Vor allen Dingen sind die Aufgaben am Anfang recht einfach, weil eben auch deutlich jüngere Kinder damit getestet werden. Könnte sein, dass ein Kind im Alter deines Sohnes auf der Hälfte schon genervt ist, weil es zu einfach ist. Aber mal abwarten. Vlt war es ja auch der HawiK ?

Eine Tablette? Ja bitte, wer hat ihm denn eine Tablette zu verordnen? Das kann ja wohl nur ein Arzt.
Was war das denn?
« Letzte Änderung: Januar 22, 2016, 13:50:07 Nachmittag von Anekdote »
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Offline MamimitHerz

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Re: HB - ja oder nein - Testergebnis am 27.01.2016
« Antwort #11 am: Januar 22, 2016, 13:57:16 Nachmittag »
Ich gehe davon aus, dass die Schulpschologin angeraten hat, zu nem Arzt zu gehen und daraufhin die Tablette verschrieben wurde. Der Junge meinte zu meinem Sohn, dass die Tablette ihn ruhiger machen sollte, was wohl nicht funktioniert hatte. Er war dann wohl noch hibbeliger.. keine Ahnung.

Ich hoffe ja, dass es der HAWIK war, denn der wäre nach Durchwühlen durchs Netz wohl der Bessere.. Mein Mann behauptet allerdings felsenfest, dass es iwas mit K am Anfang war und n P dabei war.. hahahahaha... da hab ich halt gar nix gefunden. Daher vermute ich, dass es eher der K-ABC war, welchen ich nach Einholen einiger Informationen leider auch nicht so vorteilhaft fand. KABUC oder diese Richtung sagt er... hahahaha.. keine Ahnung... ich lass mich mal überraschen am Mittwoch...

oh ich bin schon sooo gespannt.. das glaubt ihr gar nicht

Ach, was ich noch nicht erwähnt habe: Unser Sohn ist mega ordentlich... schon richtig erschreckend manchmal. Seine Federmappe sieht abends genauso ordentlich aus, wie morgens.. und DAS spricht doch so gar nicht für ADHS... Er hat in seinen 3 Schuljahren lediglich 1 Radiergummi verloren. Sonst nichts... ADHS-ler sind doch eher schusselig mit sowas, oder? Mit was er übrigens gar nicht klar kommt, ist, wenn der normale Tagesablauf anders als sonst verläuft. Damit hat er als Baby schon Schwierigkeiten gehabt.. Solang alles immer ganz genau gleich war, ging es einigermaßen mit nächtlichem Schreien und nicht schlafen wollen. Sobald wir nur nachmittags Besuch bekommen haben, hat das Kind die ganze Nacht nicht geschlafen.


Offline Schildkröte

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Re: HB - ja oder nein - Testergebnis am 27.01.2016
« Antwort #12 am: Januar 22, 2016, 19:44:19 Nachmittag »
Hallo,

wenn es der K-ABC war, kannst du ja zusätzlich einen "richtigen" wie AID aktuelle Version oder HAWIK aktuell.

Denn den K-ABC hatten wir mit 4,5 Jahren und etwa 115 als Ergebnis (ich wollte gar keinen Test, nur eine Aussage, was mein Kind alles kann). Hat mir damals gereicht zur vorzeitigen Einschulung. Nun ist sie zwei Jahre vorraus und immer noch nicht überfordert. (Der Aid war dann auch viel höher)

Also ich denke auch, er langweilt sich. Schön, dass er auch wechseln würde.

Bei einem nicht sooo leistungsbereiten Kind ist es ech schwer. Aber es gibt viiiieeele Grundschulen und er hat es ja bald hinter sich.

Am Gymi wird es etwas besser.

Bei zwei Kindern wird die Zeit bis zum 27. schnell vergehen...

Offline Bika

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Re: HB - ja oder nein - Testergebnis am 27.01.2016
« Antwort #13 am: Januar 22, 2016, 20:17:33 Nachmittag »
Hallo,

Auch von mir ein wundernettes Willkommen!

Ich wollte nur schnell sagen,daß ich noch nie von einem superordentlichen AD(H)Sler gehört habe.
Bei meiner 12jährigen Tochter besteht eine ADS Verdachtsdiagnose und die ist ein furchtbarer ˋSchlunz´.
Du glaubst nicht wieviel Geld schon in neue Federtascheninhalte oder gleich ganze Federtaschen geflossen ist :(.
Hauptsymptom von ADHS ist ja unter anderem das massiv erschwerte planvolle Handeln,was man beim Ordnunghalten ja braucht.

Liebe Grüße von Bika

Offline MamimitHerz

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Re: HB - ja oder nein - Testergebnis am 27.01.2016
« Antwort #14 am: Januar 22, 2016, 21:20:57 Nachmittag »
Oh ja. Die Zeit geht Gott sei Dank sehr schnell rum. 😊

Ich danke euch fürs Zuhören und eure Antworten.
Ich werde mich Mittwoch mal mit den neuen Infos melden.

😙