Autor Thema: vorzeitige Einschulung  (Gelesen 1854 mal)

sarah

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vorzeitige Einschulung
« am: Januar 25, 2016, 21:11:35 Nachmittag »
Hallo ihr lieben. 
Es geht um meinen sohn. Mein Sohn interessiert sich seit dem er 2 ist sehr intensiv mit zahlen und Buchstaben.  Jetzt ist er seit Dezember 4. Heute hattwn wir ein elterngespräch im kiga. Er ist in fast allen Bereichen besser als die jetzigen vorschulkinder. Im sozialen muss er im kiga noch etwas selbstbewusster werden. Im privaten Bereich ist er immer sehr selbstbewusst.  Der kiga und der Kindergarten empfehlen eine vorzeitige Einschulung.  Der kuga sagt klipp und klar, dass sie, wenn er als musskind eingeschult, ihm nicht mehr bieten können was er braucht.  Ich bin so hin und her gerissen.  Letzten Monat war er noch 3 und nun reden wir vom einschulen. Die erste untersuchung wäre im April.  Wie sind eure Erfahrungen?  Ich habe vor allem bedenken vor der Pubertät.  Er wird immer der jüngste sein.
Macht ein test auf hochbegabung sinn? Hat es Nachteile zu wissen, dass ein Kind hochgebagt ist.
Meinn mann und die Großeltern sind gegen eine frühere Einschulung.  Ich bin irgendwie zwischen den Stühlen.
Kann mir jemand erzählen, wie es bei seinem kind war/ist?

ganz_neu

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Re: vorzeitige Einschulung
« Antwort #1 am: Januar 27, 2016, 16:39:39 Nachmittag »
Wann würde er dann denn eingeschult werden? Mit 5 1/2 - oder gleich im Herbst mit 4 1/2?

Meiner kam mit 5,3 Jahren in die Schule, ist jetzt in der 2. Klasse, im großen und ganzen läuft alles prima, obwohl er kognitiv immer noch unterfordert ist. Aber ich denke noch früher hätte keinen Sinn gemacht, da wäre er feinmotorisch überfordert und dadurch sehr frustriert gewesen ;)

Getestet ist er nicht, KiGa hat die vorzeitige Einschulung - bei uns in BaWü allerdings als Kann-Kind - angeleiert, so dass wir auch nicht gegen irgendwelche Widerstände seitens Schule oder KiGa kämpfen mussten. Insofern hätte ein Test auch wenig Sinn gemacht.

Freunde hat er in der Klasse keine (aber auch keine Feinde), was aber weniger am Alter als an den Hobbies liegt - alle anderen Jungs in seiner Klasse sind total die Fußballstars, da hat er keinen Platz darunter. Aber er hat Freunde vom KiGa bis zur 4. Klasse - all jene, die mit Fußball nix am Hut haben eben.

Was will Dein Sohn denn? Meiner wollte mit 3 schon in die Schule - da konnte er auch schon lesen. Also war er dann begeistert, als die KiGa-Leiterin ihn fragte, ob er in die Vorschulgruppe wechseln will. Gegen seinen Widerstand hätten wir ihn aber sicher nicht früher eingeschult.

Sarah

  • Gast
Re: vorzeitige Einschulung
« Antwort #2 am: Januar 27, 2016, 17:11:39 Nachmittag »
Hallo,

er würde mit 5,8 in die Schule kommen. Allerdings sind die Schuluntersuchungen und Anmeldungen jetzt. Ist alles etwas kompliziert, da er nicht in die Schule soll, in dessen Einzugsgebiet wir wohnen. Er hat sein komplettes Umfeld (Freunde und Tagesmutter) in einem anderen Ort. Das wollen wir ihm nicht nehmen. Vorzeitiges Einschulen, neue Kinder und neue Tagesmutter. Das ist alles etwas viel. Die Schule stellt sich aber derzeit noch etwas quer.
Er möchte zur Schule und wahnsinnig gerne in die Vorschulgruppe. Er geht halt schon in den Kiga seit dem er 2,5 ist. Er braucht was neues. Die Angebote, die derzeit mit den jüngeren gemacht werden, will er einfach nicht. Er sieht halt was die Vorschulkinder machen und das möchte er auch, kognitiv ist er halt auch schon weiter als die.
Ich sehe irgendwie auch derzeit noch keinen Sinn in so einem Test. Habe auch irgendwie Angst davor, er würde anders behandelt werden?!

Offline Anekdote

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Re: vorzeitige Einschulung
« Antwort #3 am: Januar 27, 2016, 19:06:17 Nachmittag »
Hallo und herzlich willkommen,

unser Kind ist mit 5.2 Jahren eingeschult. Es gab eigentlich nur das Problem, dass sie trotz vorzeitiger Einschulung an der GS das Lernen nicht gelernt hatte. Dann kam sie in eine HB Schule (Gymnasium) und dort ging es quasi aufgrund des vielen Enrichments und der dadurch verkürzten Stundenzahl in manchen Fächern im Eilzugtempo für sie los. Das war ein Problem, von dem sie sich erst jetzt langsam erholt. Doch sie ist noch immer unter den Jüngsten. Das Alter war nie ein Problem.

In die Pubertät kommt eh jedes Kind zu einem anderen Zeitpunkt. Ein Jahr vorzeitige Einschulung fällt da wenig ins Gewicht. Die Entwicklungsunterschiede sind natürlich auch so. Du musst die Probleme zeitnah lösen. Wenn er jetzt schon so offensichtlich auf einem Niveau agiert, dass er die jetzigen Vorschulkinder überholt hat (war bei unserer Tochter auch so), denke auch ich, muss man ihm helfen.

Besondere Kinder bringen besondere Probleme und Eltern und Umfeld ist aufgefordert nicht nach Schema F zu agieren, sondern eine kreative Lösung zu finden.

Es kann allerdings gut sein, dass er sich dennoch langweilt. Nur der Abstand seiner Entwicklungsstufe zu dem was intellektuell in den GS-Jahren gefordert wird und seinem Umfeld wäre mit vorzeitiger Einschulung längst nicht so groß.

Meine Meinung. Frag ruhig nochmal, falls ich irgendwie nicht verständlich war. ;)
Liebe Grüße
Anekdote


Leben ist das was passiert, während du damit beschäftigt bist, andere Pläne zu machen. - John Lennon

Offline Schildkröte

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Re: vorzeitige Einschulung
« Antwort #4 am: Januar 27, 2016, 20:38:47 Nachmittag »
5,8 ist ja nicht so jung.

Unsere war 5,2 und es war problemlos.

In der GS wird er sich trotzdem langweilen.

Vielleicht ist er mit den Fleißaufgaben genug beschäftig.

Die soziale Entwickslung ist bei jedem Kind anders. Meine war in dem Bereich immer bei den "weiten".
Die körperliche Entwicklung ist auch sehr weit auseinander. Jetzt in der 8. hat Sohni als "normaler" aufgeholt. Mausi wird zum Ende des Schuljahres nicht mehr die "letzte" und "kleinste" sein.
Trotz der bis zu 2 3/4 Jahren gibt es hier Kinder, welche ebenso verspielt sind wie Mausi oder noch mehr?
Vom Verhalten sind viele nicht so "reif" wie Mausi.

Je länger die Kinder dabei sind, umso normaler ist es.

Offline sunnymaus83

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Re: vorzeitige Einschulung
« Antwort #5 am: Februar 02, 2016, 08:16:36 Vormittag »
Hallo liebe Ganz neu

Wir sind auch eine Familie die ihren Sohn früh einschulen lassen wird.
Unser Zwergi wird mit 5,3 Jahren dann eingeschult.
Wir haben zu unserem Bauchgefühl noch Bestätigung gebraucht und haben ihn darauf hin testen lassen.

Die Entscheidung war nicht leicht.
Das Umfeld hat ganz unterschiedlich reagiert.
Die Erzieherinnen stehen voll hinter uns und unserer Entscheidung.

Unwissende betreffend der Hochbegabung gaben ganz gerne ihre Vorurteil behaftete Meinung dazu...

Es ist immer noch so das einige meinen wir klauen ihm die Kindheit.

Lass dich nicht verunsichern.
Dein Mutter Instinkt wird sich richtig entscheiden.
Lest euch durch Fachbücher und ihr werdet sehen das es nichts mit dem Raub der Kindheit zu tun hat.
Gerade wenn er selbst möchte...
Überlegt mal wie lange sich noch ein weiteres Jahr warten anfühlt für Kinder.

Ein Jahr warten zermürbt und es kann zur völligen Verweigerung des Kiga kommen und Symptome wie Bauchschmerzen etc.

Holt euch gemeinsam Rat bei Fachleuten.
Besonders dein Mann.

Liebe Grüße Sunnymaus